Ausführliches Profil zur Kandidatur
in den Stiftungsrat der Conterganstiftung
für behinderte Menschen von Andreas Meyer 2014

Andreas Meyer
Dohmengasse 7
50829 Köln - Germany
Telefon: +49 (0)221 - 9505101
Fax: +49 (0)221 - 9505102
E-Mail: meyer.andreas1@googlemail.com
Website: www.gruenenthal-opfer.de









Auch im Jahr 2014 möchte ich mich zur Wahl in den Stiftungsrat der Conterganstiftung als Kandidat zur Verfügung stellen.

Mit dem 2. Änderungsgesetz des Conterganstiftungsgesetzes vom 25. Juni 2009 wurde es allen Leistungsberechtigten der Conterganrentenstiftung ermöglicht, 2 Kandidaten aus dem Kreise der Leistungsberechtigten für je einen Platz als ordentliches Mitglied im Stiftungsrat der Conterganstiftung für behinderte Menschen zu wählen. Die Amtszeit als ordentliches Mitglied im Stiftungsrat der Conterganstiftung dauert 5 Jahre.



Lebenslauf

Ich wurde am 17.10.1960 in Bad Oeynhausen geboren. Meine Eltern zogen 1965 nach Köln, wo ich seit 1967 die Schule besuchte. 1984 absolvierte ich mein Abitur. Im Wintersemester 1984 begann ich mein Jurastudium an der Universität zu Köln. Nebenbei habe ich mich mit Ethik, Aussagenlogik und Wissenschaftstheorie beschäftigt. Mein Jurastudium mußte ich dann einige Jahre später aus Gesundheitsgründen beenden (Attest).

Seit 1977 beschäftige ich mich mit den Hintergründen und der Geschichte des Conterganskandals. Meine auf Originaldokumente und Zeitzeugen beruhenden Kenntnisse umfassen den Zeitraum von der Entwicklung des Wirkstoffs Thalidomid bis zu dessen Marktentnahme, den gesamten Conterganstrafprozeß sowie den Einstellungsbeschluss, die Abwicklung des Vergleiches, die Entstehung des Stiftungsgesetzes samt Gesetzesmaterialien, die Prozessakten der von der Firma Grünenthal zum Zwecke des Inkrafttreten des Stiftungsgesetzes gegen uns ab 1974 bis 1979 geführten Gerichtsverfahren um unsere Vergleichsmillionen und die Ereignisse bis heute.

1981 gründete ich mit anderen Betroffenen die Föderation Conterganbehinderter und deren Freunde e.V. (Föderation), die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Durchsetzung der Rechte der Contergangeschädigten und anderer Arzneimittelgeschädigter zu unterstützen. Die Föderation war die erste Interessenvertretung für Contergangeschädigte, die von Conterganopfern selbst gegründet wurde und deren Vorstand ausschließlich von Contergangeschädigten besetzt wurde. Auch war die Föderation die einzige bundesweit tätige Interessenvertretung Contergangeschädigter, die den WDR und den Produzenten des Conterganspielfilms, Michael Souvignier, in der gerichtlichen Auseinandersetzung mit der Firma Grünenthal und dem Rechtsanwalt Karl-Hermann Schulte-Hillen in den Medien und im Gerichtssaal unterstützt hat.

Von 1981 bis 1987 führte ich einen Prozeß gegen Grünenthal wegen Prozeßbetrug, der erwartungsgemäß zu meinem Ungunsten endete. Der Hintergrund dieses Verfahrens war ein Dokument, das bis zu diesem Zeitpunkt nur in einer gekürzten Fassung bekannt war und das ein übereifriger Oberstaatsanwalt in einem von Grünenthal gegen unseren Anwalt (Dr. Dr. Rupert Schreiber) initiierten Ehrengerichtsverfahren aus den Geheimakten des Bundesjustizministeriums hervorholte. Die vollständige Fassung dieses Dokuments lieferte u.a. den Beweis, daß sich Grünenthal vom Bundesjustizministerium versprechen ließ, sie in den ab 1974 bis 1979 gegen uns geführten Prozessen um unsere Vergleichsmillionen zum Zwecke des Inkrafttreten des Stiftungsgesetzes und auch in sonstiger Weise zu unterstützen. Grünenthals vornehmliches und dann auch 1979 durch ein Urteil vor dem Bundesgerichtshof erreichtes Ziel war es, daß wir durch das Inkrafttreten des Stiftungsgesetzes keine Schadensersatzansprüche mehr gegen Grünenthal geltend machen können.

Durch meine langjährige Vorstandsarbeit im Ortsverband Köln und im Landesverband NRW kenne ich die früheren durch Korruption und Interessenverrat geprägten Verhältnisse im Bundesverband Contergangeschädigter e.V. (Bundesverband) sehr genau. Entsprechend war ich mit der beherzten Unterstützung von anderen aufrichtigen Mitstreitern auch an der Aufdeckung von diversen Finanzskandaltatbeständen innerhalb des Bundesverbandes beteiligt. In einem von uns aufgedeckten Finanzskandal war auch der Vorgänger von Frau Hudelmaier, der ehemalige Vorsitzende des Bundesverbandes Hans-Helmut Schleifenbaum, verwickelt. Nach seinem Rücktritt überzog mich Herr Schleifenbaum mit einem Widerrufsverfahren, dass zu meinen Gunsten ausging. Es hatte Schleifenbaum offensichtlich gestört, daß in einem Artikel des Kölner Stadtanzeigers gestanden hat: "Meyer hofft jedoch, daß mit dem Ausscheiden Schleifenbaums eine `Ära der beständigen Korruption zu Ende' ist." Hintergrund des Artikels war eine zu Schleifenbaums Rücktritt vom Bundesverband gegebene Feierstunde, bei der neben anderen Ehrengästen - und ohne den Widerstand der früheren Bundesvorsitzenden Frau Margit Hudelmaier! - auch der ehemalige Leiter der Rechtsabteilung Grünenthals, Herbert Wartensleben, geladen war.

Näheres hierzu könnt Ihr hier nachlesen.


Am 4. Dezember 2005 gründete ich zusammen mit anderen Betroffenen den Bund Contergangeschädigter und Grünenthalopfer e.V. (BCG). Der BCG löste die Arbeit und den Aufgabenkreis der Föderation ab und möchte nicht nur hinsichtlich der Selbsthilfearbeit in direkter Konkurrenz zu dem Bundesverband treten. Bis heute weigert sich der Bundesverband sich von Herrn Hans-Helmut Schleifenbaum, Herrn Karl-Hermann Schulte-Hillen und dem früheren Leiter der Rechtsabteilung der Firma Grünenthal, Herrn Rechtsanwalt Herbert Wartensleben, zu distanzieren. Aus diesem Grunde sah ich die Notwendigkeit, mit dem BCG eine neue Bundesorganisation für Contergangeschädigte anzubieten, die im Gegensatz zum Bundesverband frei und unabhängig von der Einflußnahme seitens der Conterganherstellerfirma Grünenthal GmbH und deren Handlangern die Interessen der Conterganopfer bundesweit vertritt. Anlässlich des 50. Jahrestages der Markteinführung von Contergan stellte sich der BCG durch eine Mahnwache in der Nacht des 30. September auf den 1. Oktober 2007 der breiten Öffentlichkeit vor. Gleichzeitig rief der BCG die Öffentlichkeit zu einem Boykott der Produkte der den Grünenthaleignern Wirtz ebenfalls gehörenden Firmen, Dalli Werke, Mäurer & Wirtz und 4711, auf. Am 24. Februar 2009 erwirkten diese Firmen wegen dieses Boykottaufrufs gegen den BCG und mich persönlich je eine einstweilige Verfügung. Die einstweiligen Verfügungen konnten der BCG und ich durch ein Urteil vor dem Landgericht Köln am 24. Juni 2009 erfolgreich aufheben lassen. Informationen und Dokumente zu diesem Gerichtsverfahren findet Ihr hier.


Seit 1981 bin ich ständig für die Contergansache in den Medien vertreten gewesen.

Im November 2009 wurde ich von einer Vielzahl von Contergangeschädigten gewählt und sodann am 27. November 2009 von ehemaligen Bundesfamilienministerin von der Leyen als ordentliches Mitglied in den Stiftungsrat der Conterganstiftung für 5 Jahre berufen. Meine bisherige Amtszeit endet nun mit der Wahl im Jahr 2014.

Seit mehr als 30 Jahren ist mein Engagement von der Zielsetzung geprägt:


Die Conterganopfer müssen eine Entschädigung von den Eigentümern der Firma Grünenthal erhalten, die alle Gesundheitsschäden umfasst (8 Milliarden ).

Meine Interessen und Hobbys sind klassische Musik, Opern, Kunst, Literatur, Philosophie, gutes Essen und die sonstigen sinnlichen Freuden des Lebens.



Wofür habe ich mich während meiner Amtszeit im Stiftungsrat von 2009 bis 2014 für Euch eingesetzt?


Meine ausführliche Programmatik zu meiner Kandidatur in den Stiftungsrat 2009 könnt Ihr hier nachlesen.


Programmpunkt: Die Conterganstiftung muss endlich Grünenthalfrei sein!

Ich setze und setzte mich im Stiftungsrat der Conterganstiftung immer wieder dafür ein, dass die Conterganstiftung nur für die Interessen der Contergangeschädigten arbeitet.

Aus diesem Grunde war es folgerichtig einer der Schwerpunkte meiner Arbeit und wird es auch notwendigerweise in Zukunft immer wieder erneut sein, die Conterganstiftung von allen Einflüssen der Firma Grünenthal GmbH freizuhalten.

Dass diese Zielsetzung notwendig war, mögen die folgenden Beispiele belegen:

So habe ich am 1.2.2013 in meinem Statement zu der öffentlichen Anhörung zu den Ergebnissen der Längsschnittstudie über die Lebenssituation Contergangeschädigter des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg trotz dem von dem zwischenzeitlich ausgeschiedenen Stiftungsratsvorsitzenden Herrn Dieter Hackler und den restlichen Stiftungsratsmitgliedern aufgezwungenen Schweigegebot aufdecken müssen:

Die Firma Grünenthal GmbH hatte über ihren ehemaligen Rechtsanwalt Herbert Wartensleben innerhalb der Conterganstiftung 30 Jahre lang Einblick in die medizinischen Akten der Conterganopfer.

Rechtsanwalt Herbert Wartensleben war zum Zeitpunkt des Conterganstrafprozesses Leiter der Rechtsabteilung der Firma Grünenthal und zu mindestens zum Zeitpunkt seiner Bestellung als Vorsitzender einer der beiden Medizinischen Kommissionen der Conterganstiftung durch den Stiftungsrat der Conterganstiftung am 6.12.1972 noch Parteivertreter für die Firma Grünenthal zum Thema Contergan.

Dieses war der Rechtsaufsicht der Conterganstiftung und damit auch dem Bundesfamilienministerium jahrzehntelang bekannt.

Dies dürfte wohl auch dem derzeit amtierenden Vorstandsmitglied, Herrn Karl Schucht, bekannt gewesen sein, weil er zum 1. Januar 2004 Herrn Wartensleben als Vorsitzender der medizinischen Kommission der Conterganstiftung ablöste. Ein Vorstandsamt in der Conterganstiftung bekleidete Herr Schucht erst ab dem Jahr 2009.

Seit 1972 trat Herr Wartensleben immer wieder als Parteivertreter für die Firma Grünenthal zum Thema Contergan auf. Zuletzt war Herr Wartensleben 2007 Parteivertreter der Firma Grünenthal in der Auseinandersetzung mit dem WDR um den Conterganspielfilm.

Letzteres wird durch den nachfolgenden Link eines Berichts des Medienmagazins Zapp vom 21. März 2007 belegt (Die in diesem Beitrag enthaltenen Namenseinblendungen von Dr. Jan Schulte-Hillen und RA Herbert Wartensleben sind aus dokumentarischen Gründen vom Bund Contergangeschädigter und Grünenthalopfer e.V. nachträglich eingefügt worden. Die Namenseinblendungen sind kein Bestandteil des Originalbeitrags. Bis auf die Namenseinblendungen ist der Beitrag in seiner Originalfassung verblieben.).






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